„Ich habe keine Zeit!“ – Eine ausgewogene Work-Life-Balance, um auf Dauer Durchhalten zu können.

Ich betreue nun seit über vier Jahren KundInnen, die bereits selbstständig sind oder es demnächst werden. Dabei tappen sehr viele von ihnen – meist schon in der Vorbereitungsphase – in die Falle, „selbst“ und „ständig“ zu arbeiten.  Sehr kurios vor dem Hintergrund, dass man doch sogar manchmal in die Selbstständigkeit genau aus dem Grund, selbst über die eigene „Work-Life-Balance“ entscheiden zu können, übergegangen ist. Auch ich muss mich selbst oft an der Nase nehmen, mir für die Freizeit Zeit zu nehmen, es gibt in der Selbstständigkeit ja immer etwas zu tun.

 

6 Tipps, für eine ausgewogene Work-Life-Balance:

 

1) Planen Sie Ihre Aufgaben, sonst sehen Sie vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr.

Bereits in der Vorbereitung auf die Unternehmensgründung gibt es viel zu tun. Womöglich mehr, als Sie in diesem Moment denken. Erstellen Sie einen Grobplan in dem Sie notieren, was Sie bis zur Unternehmensgründung noch tun müssen. Aber auch nach der Gründung gilt: planen Sie grob für die nächsten Wochen/Monate. Nur so haben Sie einen Überblick, wann Sie bestimmte Aufgaben erledigt haben. Diese Struktur gibt Ihnen außerdem das „schöne“ Gefühl, dass Sie Dinge abgeschlossen haben.

 

2) Planen Sie fixe Arbeitszeiten ein.

In Ihrer fix eingeplanten Arbeitszeit wird möglichst effizient und konsequent Ihr Plan Schritt für Schritt abgearbeitet.  Wenn Sie das eine oder andere Mal in einem Flow sind und länger arbeiten als geplant, dann machen Sie das auch. Grundsätzlich gilt aber, wenn diese Zeit vorüber ist, legen Sie die Arbeit ab und versuchen abzuschalten. Die zeitliche Trennung von Arbeit und Privatleben ist insbesondere bei Homeoffice-Tätigkeiten wichtig, um Job  und Freizeit voneinander abzugrenzen.

 

3) Priorisieren Sie Ihre Aufgaben.

Nicht alles muss SOFORT erledigt werden. Und „komplett fertig“ mit seinen Aufgaben ist man in der Selbstständigkeit ohnehin nie. Erledigen Sie über Ihre geplante Arbeitszeit hinausgehend wirklich nur das, was Sie laut Ihrer Prioritätenliste wirklich nicht auf später verschieben können.

 

4) Planen Sie nach Stressphasen Pausen und Urlaube ein.

Selbst der beste Planer kann in der Selbstständigkeit Arbeitspeaks nicht vermeiden. Wenn Sie über mehrere Tage oder Wochen hinweg einem enormen Arbeitspensum ausgeliefert waren, planen Sie danach Ruhepausen und zumindest Kurzurlaube ein. Diese Zeit werden Sie dafür benötigen, um wieder Energie zu tanken.

 

5) Unterschätzen Sie nicht, wie viel Kraft Sie in Ihrer Freizeit tanken können.

Ob durch Sport, private gesellschaftliche Termine oder Zeit für sich selbst – solche Phasen sind besonders wichtig, um neue Kraft zu tanken. Planen Sie diese Freizeit-Termine fix in Ihrem Kalender ein und wertschätzen Sie diese mindestens so hoch, wie Ihre geschäftlichen Termine.

 

6) Ernähren Sie sich gesund, vor allem auch in Stressphasen.

Wer kennt das nicht – schnelles Take-Away-Essen während des Arbeitens zu sich zu nehmen. Sie essen dann nicht nur unkontrolliert, was in kurzer Zeit zur unerwünschten Gewichtszunahme führt, sondern sind nach Aufnahme eines ungesunden Essens auch stets müde. Um in Höchstformen zu bleiben, tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes und ernähren Sie sich stets gesund.

 

 

7. Juli 2018 – Sahra Schnekker, GRÜNDERPRAXIS

7. Juli 2018
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